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DHL Express USA wird mit UPS zusammenarbeiten (911 Wörter)  DerLogistiker
 May 28, 2008 23:32 PDT 

DHL Express USA wird beim Lufttransport in Nordamerika mit UPS
zusammenarbeiten

- Neustrukturierung des Netzwerks beseitigt Überkapazitäten
- Kostenersparnis von jährlich rund $1 Mrd. (640 Mio. Euro),
- EBIT-Verbesserung von $800 Mio. 2010 und $1 Mrd. Euro 2011
- EXPRESS-Bereich erwartet für 2008 nun 400 Mio. Euro EBIT vor
Einmaleffekten; Konzernprognose leicht angepasst auf 4,1 Mrd. Euro
- Marktpräsenz, Produktportfolio und Kundenservice bleiben bestehen;
weniger als 4 Prozent der Sendungen betroffen

Bonn, 28. Mai 2008: Aufsichtsrat und Vorstand der Deutschen Post World
Net haben ein Programm zur umfassenden Neuausrichtung des DHL
US-Express-Geschäfts verabschiedet. Kernpunkte sind die Reduzierung von
Kosten in der Bodeninfrastruktur und eine Zusammenarbeit mit UPS beim
Lufttransport. Die Unternehmen planen, einen Vertrag abzuschließen, der
die Übertragung des Lufttransports der nationalen und internationalen
Produkte von DHL Express innerhalb von Nordamerika an UPS vorsieht.

Darüber hinaus wird die DHL-Infrastruktur an das tatsächliche
Sendungsvolumen angepasst: Das Unternehmen wird das Transportnetzwerk am
Boden straffen und neu zuschneiden, um die Kapazitäten mit den
Bedürfnissen der Kunden in Einklang zu bringen. Dabei bleiben die
Marktpräsenz, das Produktportfolio und die flächendeckende Belieferung
aller DHL-Kunden in vollem Umfang erhalten. Insgesamt werden weniger als
4 Prozent aller Sendungen in den USA betroffen sein. DHL wird weiterhin
unter eigener Marke und mit vollem Engagement im US-Markt tätig sein,
der einer der wichtigsten Märkte für das globale DHL-Netzwerk bleibt.

Das Programm wird zu einer nachhaltigen Verbesserung der
Ergebnissituation bei DHL Express USA führen und einen soliden
Grundstein für ein effizienteres, kundenorientiertes Geschäft in der
Zukunft legen. Für dieses Jahr wird ein EBIT-Verlust vor Einmaleffekten
von $1,3 Milliarden für DHL Express USA vorausgesagt. Mithilfe der
Maßnahmen wird das Unternehmen in der Lage sein, im Jahr 2010 rund $800
Millionen und im Jahr 2011 rund $1 Milliarde an Kosten einzusparen. Auch
das Ergebnis wird sich entsprechend verbessern, wobei erste Resultate
der Restrukturierung schon nächstes Jahr zu sehen sein werden. Die
Kosten für den Restrukturierungsplan werden sich auf bis zu $2
Milliarden belaufen. Aufgrund der Unsicherheit bezüglich der
wirtschaftlichen Entwicklung in den USA erwartet der Konzern für den
Unternehmensbereich EXPRESS nun ein EBIT von rund 400 Millionen Euro vor
Einmaleffekten für das Jahr 2008 im Vergleich zu seiner vorherigen
Prognose von rund 500 Millionen Euro. Auch der Konzernausblick wird
dementsprechend angepasst. Die Erwartung liegt nun statt des vorherigen
Ausblicks von rund 4,2 Milliarden Euro EBIT vor Einmaleffekten bei rund
4,1 Milliarden Euro.

"Wir haben versprochen, dass wir unser Kapitalmarktprogramm Roadmap to
Value mit Nachdruck umsetzen und die finanzielle Performance bislang
schwacher Geschäfte deutlich verbessern", sagte Dr. Frank Appel,
Vorstandsvorsitzender der Deutschen Post World Net, auf einer
Pressekonferenz in Bonn. "Ich bin zuversichtlich, dass wir im besten
Interesse unserer Kunden, Mitarbeiter und Investoren den Weg für eine
nachhaltige Entwicklung unseres Express-Geschäfts in den USA gefunden
haben." Appel betonte, dass DHL nun den Herausforderungen des
schwierigen US-Expressmarkts wesentlich besser begegnen könne: "Unsere
Kunden werden auch weiterhin von einem erstklassigen Service
profitieren, dem sie dank unseres weltweit führenden Netzwerks
vertrauen."

Die Hauptpunkte des verabschiedeten Programms:
1. Verringerung von Kapazitäten in der Bodeninfrastruktur um 30 Prozent
durch:
o Zusammenlegung und Schließung kleinerer Standorte wie Sortierzentren
zu moderneren, größeren Standorten, um die Gesamtzahl um ca. 34 Prozent
zu verringern
o Rationalisierung von Abhol- und Lieferrouten um 17 Prozent, inklusive
verbesserter Routenpläne für Kuriere, Vermeidung von Stoßzeiten in den
Prozessen sowie Anpassungen der Personaleinsatzpläne
o Rationalisierung des Transportnetzwerks am Boden um 18 Prozent durch
den verbesserten Einsatz von Kapazitäten und verringerter Präsenz in
weniger dicht besiedelten Gebieten.
2. Geplante Vereinbarung mit UPS über den Lufttransport der nationalen
und internationalen Sendungen von DHL Express USA innerhalb Nordamerikas
3. Kürzung der Verwaltungs- und Overhead-Kosten

Der künftige Vertrag mit UPS bedeutet, dass DHL Express in Nordamerika
nur noch mit einem einzigen Partner beim Lufttransport zusammenarbeiten
wird. Das Kurier- und Straßennetzwerk wird DHL behalten und alle
Leistungen gegenüber den Kunden weiter wie gewohnt anbieten. Die
Vereinbarung, nach Struktur und Umfang ein effizientes Modell in der
Expressbranche, wird über einen Zeitraum von zehn Jahren laufen und die
Zusammenarbeit voraussichtlich noch im Laufe dieses Jahres beginnen. Der
geplante Vertrag bringt sowohl DHL als auch UPS wesentliche finanzielle
Vorteile im
US-Expressmarkt, der angesichts der derzeitigen wirtschaftlichen
Abschwächung einer der schwierigsten Märkte weltweit ist.

"Unser zukünftiger Schwerpunkt wird dort sein, wo es unsere Kunden am
meisten erwarten und benötigen", sagte John Mullen, Vorstandsmitglied
der Deutschen Post World Net und CEO von DHL Express. "Die umfassende
Neuordnung unseres Netzwerks wird es uns erlauben, die Verlässlichkeit
unseres Services noch weiter zu verbessern und gleichzeitig unnötige
Kosten zu sparen."

Die strategische Priorität wird nun sein, die Zuverlässigkeit des
Services aufrecht zu erhalten. Außerdem soll das Wachstum in
profitableren Marktsegmenten beschleunigt werden, etwa durch den Ausbau
neuer Kundenkanäle wie die kürzlich vereinbarte Partnerschaft mit der
Drogeriekette Walgreens. Außerdem wird DHL in Zukunft restriktiver sein
bei der Annahme von Aufträgen aus weniger dicht besiedelten Gebieten
sowie die Vorteile der Kapazitätsanpassungen und Kosteneinsparungen zu
Gunsten eines schlankeren und stärker fokussierten
Landtransportgeschäfts nutzen.

Für die Umsetzung des Restrukturierungsplans wurde kürzlich die
Ernennung von Ken Allen zum CEO von DHL Express USA bekannt gegeben.
Allen blickt bei der Umsetzung von Umstrukturierungen bei DHL auf eine
langjährige Erfahrung zurück. In seiner vorherigen Rolle als CEO von DHL
Express Osteuropa, Naher Osten und Afrika gelang es Allen, Umsatz und
Margen innerhalb von zwei Jahren zu verdoppeln. Darüber hinaus hat sein
Einsatz als CEO von DHL Express Kanada dazu geführt, dass die Jahre
negativer Entwicklung gestoppt werden konnten und der Bereich heute ein
Umsatz- und Ergebnisbringer im Konzern ist.

Experten: Dr. Martin Dopychai, Silje Skogstad, Nicole Mommsen,
presse-@deutschepost.de

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Redaktion: DerLogi-@hotmail.de
	
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